Bevor ein Diamant funkelt, ist er ein unscheinbarer Rohstein – oft matt, unregelmäßig geformt und für Laien kaum von gewöhnlichem Gestein zu unterscheiden. Der Weg vom Rohdiamanten zum geschliffenen Stein ist ein präziser, mehrstufiger Prozess, der sowohl handwerkliches Können als auch moderne Technologie erfordert.
Rohsteinanalyse und Planung
Jeder Rohdiamant wird zunächst genau untersucht. Fachleute analysieren Form, Einschlüsse und Kristallstruktur, um zu entscheiden, wie der Stein geschnitten werden sollte, um möglichst wenig Materialverlust zu erzeugen und gleichzeitig eine optimale Lichtbrechung zu ermöglichen. Diese Planungsphase entscheidet maßgeblich über die spätere Form und Größe des fertigen Diamanten.
Der eigentliche Schleifprozess
Da Diamant eines der härtesten bekannten Materialien ist, kann er nur mit diamantbesetzten Werkzeugen bearbeitet werden. Der Prozess umfasst mehrere Schritte: das Spalten oder Sägen entlang der Kristallachse, das grobe Formen (Blocking) und schließlich das Facettieren, bei dem die charakteristischen Flächen des Diamanten entstehen. Moderne Schleifereien nutzen häufig computergestützte Scanner, um die Rohsteinform digital zu erfassen und den optimalen Schliffplan zu berechnen.
Facetten und Symmetrie
Ein klassischer Brillantschliff besteht aus 57 oder 58 Facetten, deren Anordnung und Winkel maßgeblich beeinflussen, wie Licht in den Stein ein- und wieder austritt. Präzision ist hier entscheidend: Bereits minimale Abweichungen in den Winkeln können die Lichtbrechung sichtbar verändern. Aus diesem Grund werden Schliffqualität, Symmetrie und Politur bei der GIA-Zertifizierung als eigenständige Kriterien bewertet.
Von der Politur zur Dokumentation
Nach dem Facettieren folgt die Politur, die dem Diamanten seine glatte, glänzende Oberfläche verleiht. Erst danach wird der fertige Stein in einem unabhängigen Labor wie dem GIA vermessen, bewertet und zertifiziert. Diese Dokumentation hält Schliffqualität, Proportionen und weitere Merkmale objektiv fest.
Schliffqualität bei STIG
Bei STIG INTERNATIONAL werden ausschließlich GIA-zertifizierte Diamanten gehandelt, deren Schliffqualität im Zertifikat nachvollziehbar dokumentiert ist. Wer sich über STIG ROCK für strukturierten Diamantenbesitz interessiert, erhält damit auch Zugang zu detaillierten Informationen über den technischen Ursprung und die Bearbeitung jedes einzelnen Steins.